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ADRESSE:

Das Regionalmuseum Zatec                              
Husova 678                                                      
438 01 ZATEC                                                   
TSCHECHISCHE REPUBLIK                                   
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E-mail: rmz@muzeumzatec.cz                            

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Die Villa Køíž
Zeyerova 344
438 01  ZATEC
TSCHECHISCHE REPUBLIK
tel. +420 415 710 389, 774 192 414
E-mail: vilakriz@muzeumzatec.cz

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GEÕFFNET:

Dienstag - Freitag    9.00 - 17.00
Samstag - Sonntag  13.00 - 17.00
Montag                  geschlossen
Mittagspause: 12.00 - 12.30 Uhr
Letzte Fûhrung um 16.30 Uhr.
Feiertage und 31.12. geschlossen.

Regionales Museum K. A. Polánek in Žatec / Saaz

Ein Blick in die Geschichte des Saazer Museumswesens

Das Regionale Museum Karel Alois Polánek knüpft an Aktivitäten älterer Museumsinstitutionen an. Schon die hier lebenden Deutschen waren im 19. Jahrhundert begeisterte Museumsleute. Um die Gründung des Städtischen Museums machte sich 1896 der Direktor des örtlichen Gymnasiums, Josef Hollub verdient. Die Sammlungen wurden zunächst im Rathaus vereint, zwischen 1929 und 1939 dann im Gebäude des ehemaligen Gymnasiums am Platz des 5. Mai. 1939 zog das Museum dann in das Gebäude des einstigen Krankenhauses in der Husstraße, wo es heute noch zu finden ist.

Nach Gründung der Tschechoslowakei eröffnete sich die Möglichkeit, die kulturpolitische und wissenschaftliche Betätigung auf tschechischer Seite auszuweiten. Das Museum der tschechischen Minderheit wurde 1925 unter Leitung des Schulinspektors Karel Alois Polánek gegründet. Seinen ersten Sitz fand es in Gebäude der Grundschule in der Prager Straße. Von 1928 bis 1949 gab dieses Minderheiten-Museum zusammen mit der tschechischen Museumsgesellschaft für die Region Saaz die heimatkundliche Zeitschrift „Krajem Luèanù“ heraus. Während der Besatzung wurden die Sammlungen beider Museen teilweise zusammengeführt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgt auf Betreiben von František Ladislav Kopecký die Neueröffnung des Museums, das innerhalb des Geltungsbereichs des Kreises Sammlungen beider Vorkriegsinstitute ausstellt. Zu Ehren von K. A. Polánek, des Gründers des Tschechischen Minderheitenmuseum, wurde es nun nach ihm benannt. Nach der Verwaltungsreform von 1960 besaß es den Status eines Städtischen Heimatkundlichen Museums. Da sich  schon in der Vergangenheit das Museum nicht nur mit der Stadtgeschichte befasste, erhielt das Museum 1991 das Statut einer regionalen Institution für das Gebiet des Mittleren Egergebietes (Saazer und Podersamer Land).

Den Eingang zu den Ausstellungsräumen bewacht heute das Standbild des sagenhaften Helden Boreš, der nach der Legende die Stadt vor einem Geisterheer rettete. Es stand ursprünglich am Brunnen vor dem Rathaus. Eine Kopie befindet sich heute im Garten des Kapuzinerklosters.

Die Vorzeit des mittleren Egerflussgebietes

Die Ausstellung bietet einen Einblick in die Vorzeit des Saazer Landes. Sie ist chronologisch geordnet und zeigt landesweite Funde aus den Ausgrabungsstätten in der Umgebung. Einer der ältesten Siedlungsnachweise ist der auf einer Mammutrippe geschnitzte Fisch von Holedeè. Sein Alter wird auf ungefähr 30 000 Jahre geschätzt. Im mittleren Egerflussgebiet sind wohl alle vorzeitlichen Kulturen vertreten. Es lassen sich keltische, germanische und slawische Siedlungen nachweisen. Besonders effektvoll ist die Präsentation von Funden aus einem Hockergrab, das aus der späteren Jungsteinzeit datiert sowie aus einem reich ausgestatteten Frauengrab aus dem Ende der Römerzeit. Man kann auch die Beigaben eines Fürstengrabes aus der Hallstattzeit bewundern. In dieser Ausstellung kann man auch Repliken vorzeitlicher Werkzeuge berühren oder ausprobieren, wie man in dieser Zeit Getreide mahlte.

Geschichte der Stadt Saaz

An die Vorzeit knüpft dann die Darstellung von Begebenheiten der Stadt Saaz an. Der erste schriftliche Nachweis der Siedlung stammt aus dem Jahr 1004: Der Chronist Thietmar von Merseburg erwähnt Saaz in seiner Schilderung der zeitgenössischen Auseinandersetzungen um den böhmischen Thron. Saaz war damals eine bedeutende Festung des pøemyslidischen Staates. Auf den Beginn des 11. Jahrhunderts datiert man auch den „Saazer Schatz“, das reichhaltigste Depot silberner Gegenstände aus dem frühen Mittelalter in ganz Böhmen. Einige Kopien kann man in einer Vitrine sehen. Die Originale der silbernen Barren, Schmuckstücke und Münzen ruhen im Tresor und werden nur zu besonderen Anlässen gezeigt.

Der pøemyslidische Siedlungskern mit der Burganlage wandelte sich im Mittelalter in eine befestigte Stadt. 1265 wurden einige der städtischen Privilegien bestätigt. Saaz, eine der reichsten und größten Städte des Landes, erlebte Friedens- und Kriegszeiten. 1421 scheiterte vor den Saazer Toren der zweite Kreuzzug gegen die Hussiten. An diese Zeit erinnert im Museum das Original einer eisernen Sturmhaube von einem unbekannten hussitischen Krieger.

Zu den Persönlichkeiten, die mit Saaz verbunden sind, zählt im breiten Bewusstsein in erster Linie der hiesige Stadtschreiber Johannes von Saaz (15. Jahrhundert), der Autor des literarischen Werks „Der Ackermann aus Böhmen“. Im nahen Liboèany lebte im 16. Jahrhundert Václav Hájek von Liboèany, dessen fesselnd geschriebene „Böhmische Chronik“ außerordentliche Beliebtheit erlangte. Ein bebildertes Exemplar dieser Hájek-Chronik befindet sich in der Ausstellung.

In Kurzfassung kann man noch die jüngere Geschichte betrachten. Hier wird das Alltagsleben der Stadtbürger zu verschiedenen Zeiten geschildert, einschließlich des aus dem Saazer Land nicht wegzudenkenden Anbaus und Handels mit Hopfen.

Die historische Ausstellung wird beherrscht von der majestätischen mechanischen Uhr, die um 1768 gefertigt wurde. Ursprünglich war sie am Saazer Rathaus installiert, wurde dann 2005/06 gänzlich restauriert bis zu Herstellung ihrer vollständigen Funktionsfähigkeit.

Mit der Zeitmaschine in die städtische Vergangenheit

Lieben Sie moderne Technologien? Und wollen Sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit oder ins vorvergangene Jahrhundert machen und da vielleicht einen Schatz finden? Gerade auf Sie warten die Tablets im Museum, die Sie in das alte Saaz entführen, wie Sie es so sicher nicht kennen. Die „Saazer Zeitmaschine“ bietet ein interaktives Spiel an, in dem Sie auf die Suche gehen und Aufgaben lösen können und zwar auf Wandtafeln mit Fotografien, alten Ansichtskarten und einer großen Wandkarte der Stadt aus dem Jahre 1843. Bei Eingabe eines QR-Codes führt man Sie auf eine weitere virtuelle Reise in die Online-Enzyklopädie des Museums, bei der man noch vieles mehr erfahren kann.

Kabinett von Hopfenmarken

Das Saazer Museum kann mit der umfangreichsten öffentlich zugänglichen Sammlung von Hopfenmarken in ganz Europa aufwarten. Lernen Sie die einzigartige Kollektion dieser sog. Arbeits- und Zweckmarken kennen! Sie dienten zur Evidenz der geleisteten Arbeit bei der Hopfenernte sowie als Berechtigungsnachweis für einen Anspruch auf den Lohn. Ungefähr 1200 verschiedene Marken aus ca. 200 Gemeinden von mehr als 360 Ausstellern werden hier dargeboten. Hopfenmarken wurden vom Ende des 19. bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts verwendet. Nach den bekannten Hundemarken bildet die Gattung der Hopfenmarken die zahlenmäßig zweitstärkste Gruppe unter den Zweckmarken.

Eine gerettete „Verwunschene Jungfrau“

Als 1985 die Zerstörung eines großen Quarzmenhirs auf dem Feldweg von Bøezno nach Malnice drohte, fand dieser Zuflucht im Museumsgarten. Nach der Sage handelt es sich bei diesem Stein um eine verwunschene Magd, möglicherweise eine Nonne, die sich aus unglücklicher Liebe verwandelte. Auf Verlangen führen die Museumsmitarbeiter Sie gerne zu diesem Stein.

Übersetzung: Dr. Gisela Kaben (Berlin)

 


Die Villa von Dr. W. Køíž

Die Villa von Dr. W. Kø힠befindet sich im historischen Abschnitt des Stadtviertels, das den Namen Skotnik trug. Die erste schriftliche Erwähnung des Hauses datiert aus dem Jahre 1769.  Bis  1926 wechselte sich hier eine Reihe von Besitzern ab, von denen Josef Anderle amstärksten in  die Bausubstanz eingriff. Die Villa trägt den Namen nach ihrem letzten Besitzer JUDr. Wilém Køíž, der sie im Neorenaissancestil umbauen ließ. Er besaß das Haus bis zum Ende des 2. Weltkrieges, dann fiel es an die Stadt. Eine Rekonstruktion des ganzen Objekts erfolgte in den Jahren 2000 – 2001. Besitzer des Gebäudes ist weiterhin die Stadt Žatec, alsBetreiber fungiert seit2003 das Regionalmuseum in  Žatec. Die Villa von Dr. W. Kø힠 bietet für die Öffentlichkeiten zahlreiche kulturelle, gesellschaftliche und Bildungsveranstaltungen während des ganzen Jahres an.

Eintritt

Jedes Gebäude: 30,- Kronen

Ermäßigung: (Kinder, Studenten, Rentner) 20,- Kronen

Familienkarte: (2 Erwachsenen + 2 Kinder) 60,- Kronen

Gemeinsamer Eintritt für beide Gebäude: 45,- Kronen

Ermäßigung:  (Kinder, Studenten, Rentner) 30,- Kronen

Familienkarte:    (2 Erwachsenen + 2 Kinder) 100,- Kronen

Kinder bis 6 Jahre kostenlos

Kalendáø muzeum ŽatecOtevírací doba

ÚT - PÁ: 9.00 - 17.00
SO - NE: 13.00 - 17.00
PONDÌLÍ: ZAVØENO
/POLEDNÍ PØESTÁVKA: 12.00 - 12.30/
Poslední prohlídka v 16.30
O svátky a 31.12. zavøeno
 
 
Kalendáø muzeum ŽatecVstupné
Vstupné:
prohlídka jedné budovy
jednotlivci: základní 30,- Kè, snížené 20,- Kè, rodinné 60,- Kè
hromadné výpravy: MŠ á 5,- Kè, ZS,SŠ a VŠ á 20,- Kè
 
prohlídka obou budov
jednotlivci: základní 45,- Kè, snížené 30,- Kè, rodinné 100,- Kè
hromadné výpravy: MŠ á 8,- Kè, ZŠ, SŠ a VŠ á 30,- Kè
 
vstup zdarma
AMG, ZTP, novináøi (po pøedložení prùkazu)
dìti do 6 let
 
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